Interview mit Sarah Kleinelsen: „Bildung für nachhaltige Entwicklung ist immer auch politisch und politische Bildung sollte auch immer nachhaltig sein“

Einer Portraitaufnahme von Sarah Kleinelsen
Neue Effizienz

Steckbrief

Name Sarah Kleinelsen
Organisation und Bildungsbereich Neue Effizienz gemeinnützige GmbH
Rolle in der Organisation Projektmanagerin
Haben Sie schon einmal an einem BNE-Festival NRW teilgenommen? Ja

Neue Effizienz gGmbH ist eine gemeinnützige Denkschmiede für nachhaltige Transformation im Bergischen Städtedreieck. Ihre Kernaufgabe ist die kooperative Gestaltung von Transformationsprozessen in der Region. Die Arbeitsschwerpunkte bilden die Themen Energiewende, Mobilitätswende, Circular Economy und Kompetenzentwicklung.

Frau Kleinelsen, welche Rolle spielt BNE für Ihre Arbeit?

Ich arbeite bei der Neue Effizienz gGmbH in Wuppertal. Wir sind ein Unternehmen, das Projekte im Bereich der nachhaltigen Transformation durchführt, vor allem auch regional, also in der Region Bergisches Städtedreieck. Ich bin im Bereich Kompetenzentwicklung tätig, konkret in einem Projekt, das sich mit beruflicher Bildung für nachhaltige Entwicklung auseinandersetzt. Dort versuchen wir die Führungsebenen und Entscheidungsträger:innen zu adressieren, um die Rahmenbedingungen für BNE zu verbessern.

Was genau machen Sie dort?

Wir haben viel mit kleinen und mittleren Unternehmen zu tun. Wir versuchen für das Thema berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung einerseits eine Lobby zu schaffen, indem wir die Rahmenbedingungen verbessern und in die unternehmenspolitische Aushandlung gehen, andererseits aber auch einen Raum schaffen, in dem man sich austauschen, vernetzen und Best-Practice-Beispiele aus Unternehmen und Betrieben geteilt werden können.

Was war Ihre Motivation für die Teilnahme am BNE-Festival NRW 2024?

Natürlich die Vernetzung. Der Bereich berufliche Bildung ist noch nicht so stark vertreten. Wir sehen aber, dass er wächst.

„Daher freue ich mich, dass es jetzt ein politisches
Festivalmotto gibt. Es passt aber auch definitiv zur
aktuellen Situation.“

Welche Impulse nehmen Sie vom Festival und dem Motto „Demokratie. Gestalten. BNE mit?

An Impulsen nehme ich mit, dass politische Bildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung untrennbar verknüpft sind, weil Bildung für nachhaltige Entwicklung immer auch politisch ist und politische Bildung immer auch nachhaltig sein sollte. Ich glaube, in den letzten Jahren wird politische Bildung und BNE auch stärker zusammengedacht. Daher freue ich mich, dass es jetzt ein politisches Festivalmotto gibt. Es passt aber auch definitiv zur aktuellen Situation.

Konnten Sie weitere Impulse mitnehmen?

Gestern war ich in dem BNE-Labor des Wissenschaftsladens Bonn zum Thema Inner Development Goals. Das ist ein Thema, welches auch wir aufgreifen möchten. Das waren sehr spannende Impulse. Aber auch an Kontakten nehme ich viel mit.

Wie nehmen Sie die BNE-Community in NRW und die #DigitaleBNEwerkstatt wahr?

Die digitalen BNE-Werkstätten sind mir ein Begriff. Wir werden im Nachgang auch eine digitale Werkstatt anbieten. Was die BNE-Community angeht: Im Vergleich zum letzten Jahr gibt es viele neue Gesichter. Was mir auffällt ist, dass sehr viele außerschulische Bildungsakteur:innen da sind. Ich würde mich natürlich freuen, wenn auch die institutionellen Bereiche stärker vertreten sein könnten.

Das Interview mit Sarah Kleinelsen wurde anlässlich des BNE-Festivals 2024 in Münster geführt.

 

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