„Klimapreis des Kreises Borken“: Landrat Dr. Kai Zwicker ehrte Grundschulen

 Stiftung NLW / Kreis Borken

Das BNE-Regionalzentrum Stiftung NLW stellt die Gewinner vor und berichtet aus der Jury ​

V.li.: Landrat Dr. Kai Zwicker, Kordula Blickmann (Fachbereichsleiterin Natur u. Umwelt), Karolina Theißen (Klimakreis Borken) und Bettina Hüning (Stiftung NLW) überreichen die Auszeichnungen
V.li.: Landrat Dr. Kai Zwicker, Kordula Blickmann (Fachbereichsleiterin Natur und Umwelt), Karolina Theißen (Klimakreis Borken) und Bettina Hüning (Stiftung NLW) überreichen die Auszeichnungen Kreis Borken
„Klima macht Schule“ – mit diesem Motto richtete sich der diesjährige „Klimapreis des Kreises Borken“ speziell an die Grundschulen des Westmünsterlandes. Nun ehrte Landrat Dr. Kai Zwicker am Donnerstag (9. Juni 2022) im Kreishaus in Borken die Siegerinnen und Sieger des Wettbewerbs, die mit sachkundigen Aktivitäten die Jury besonders beeindruckt haben. „Schulen sensibilisieren Kinder schon früh für Themen wie Klimaschutz und leisten so einen wertvollen Beitrag, der über die eigene Schule hinausgeht und Signalfunktion hat“, betonte der Landrat. Der Preis wurde in einer Kooperation der Fachbereiche Natur und Umwelt sowie Bildung, Schule, Kultur, Sport der Kreisverwaltung Borken durchgeführt.

Den ersten Platz belegte die Clemens-Dülmer-Schule in Bocholt, der zweite Platz ging an die Gottfried-von-Kappenberg-Schule in Ahaus und auf dem dritten Platz landete die Josefschule in Ahaus. „Alle eingereichten Projekte haben der Jury gezeigt, dass die Schülerinnen und Schüler sich kreativ und engagiert für eine bessere Zukunft einsetzen. Sie geben Impulse für nachhaltige Veränderungen“, berichtete Bettina Hüning, Jurymitglied und Mitarbeiterin des BNE-Regionalzentrum – Stiftung Natur und Landschaft Westmünsterland (in Kooperation mit dem Bildungswerk der Biologischen Station Zwillbrock e.V. und dem Kreis Borken).

Die Grundschulen konnten für den Wettbewerb in diesem Jahr laufende, geplante oder auch bereits abgeschlossene Projekte und Aktivitäten einreichen. Diese durften sich auch auf Formate wie die Offene Ganztagsschule, Schulfeste, Projektwochen oder ähnliches beziehen. Insgesamt sind daraufhin sechs Projekte aus fünf Kommunen eingegangen. Am 24. Mai hatte die Jury dazu getagt und die Gewinnerinnen und Gewinner ausgewählt. Der erste Platz erhielt ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro, der zweite Platz in Höhe von 500 Euro und der dritte Platz in Höhe von 300 Euro. Ganz wichtig: „Es gibt keine Verlierer, da alle eingereichten Projekte einen positiven Beitrag zum Klimaschutz leisten“, unterstrich Karolina Theißen, beim Kreis zuständig für Klimaschutz und Klimafolgenanpassung. Daher erhalten die weiteren teilnehmenden Schulen des Klimapreises ebenfalls kleine Preise (Baum oder Spielgerät für den Pausenhof).

1. Platz: Clemens-Dülmer-Schule in Bocholt
In ihrem Projekt „Kleine Helfer, die Großes leisten“ setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv und fächerübergreifend im Unterricht, in der Offenen Ganztagsschule und in der Umwelt-AG mit den Themen Wildbienen, Bienenschutz und Erhalt der biologischen Vielfalt im schulischen Umfeld auseinander. Zudem gestalteten sie in Zusammenarbeit mit Landwirten und dem NABU den Schulhof zu einem bienenfreundlichen und bunt blühenden Lebensraum um und kümmern sich um die Pflege der Blumenkästen.

2. Platz: Gottfried-von-Kappenberg-Schule in Ahaus
Seit 2018 bildet die Gottfried-von-Kappenberg-Schule ihre Viertklässler zu „Clean-River-Kids“ aus. Dafür arbeiten sie mit dem Clean River Project e.V. und örtlichen Vereinen zusammen. Das Projekt ist jeweils in vier Phasen gegliedert: Die Schülerinnen und Schüler werden zunächst zu sachkundigen „Müll-Experten“, sammeln dann gemeinsam Müll am „Gemeindeputztag“, um anschließend daraus öffentlich ausgestellte Kunstwerke zu gestalten. Auch ein Quiz zum Thema Müllvermeidung gehört dazu. Bei Projektende verarbeiten die Viertklässler die gewonnenen Eindrücke in einer Rede, in der sie ihre Sorgen und Forderungen zu diesem Thema schildern.

3. Platz: Josefschule in Ahaus
Unter dem Motto „Ein Herz für die Natur“ stellte die Josefschule die Themen Nachhaltigkeit und Naturschutz in den Fokus. In einer Projektwoche arbeiteten die Schülerinnen und Schüler klassenübergreifend an verschiedenen Vorhaben – auch gemeinsam mit außerschulischen Partnerinnen und Partnern. So gestalteten sie den Schulhof nachhaltiger, zum Beispiel durch das Pflanzen von bienenfreundlichen Pflanzen und dem Aufstellen von Nistblocks. Zudem setzten sie sich mit den Themen Ernährung und Müllvermeidung auseinander. Beim abschließenden Schulfest entstand der „Baum der guten Vorsätze“; dies ist ein großer, aufgemalter Baum. Die Kinder schrieben auf gebastelten Blättern gute Vorsätze zum Klimaschutz auf, zum Beispiel „Licht ausschalten“, und hängten diese an den „Baum“. Dieser zeigt, dass jeder etwas für den Klimaschutz tun kann.

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