Reproduktive Rechte in Argentinien: Feministische Strategien gegen antifeministische Politik

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Seit 2020 ist der Schwangerschaftsabbruch in Argentinien legal – doch unter Präsident Milei sind dieses und andere Rechte massiv bedroht. Welche Strategien entwickelt die feministische Bewegung im Widerstand gegen antifeministische Angriffe? Ruth Zurbriggen, Mitbegründerin des Netzwerks Socorristas en Red, berichtet über die aktuelle Situation, die Arbeit der Begleitnetzwerke und feministischen Protest. Im Fokus stehen Fragen nach solidarischen Allianzen und gemeinsamen Strategien gegen rechte Politik Die Veranstaltung findet auf Zoom und auf Deutsch und Spanisch statt und wird simultan verdolmetscht. Das Angebot ist kostenlos.
Demonstration zum 8. März 2023 Foto Matías Subat
Am 30. Dezember 2020 wurde in Argentinien das Recht auf einen legalen und freiwilligen Schwangerschaftsabbruch erkämpft – ein historischer Erfolg, der ohne den langjährigen Einsatz feministischer Bewegungen nicht möglich gewesen wäre. Doch unter der rechts-neoliberalen Regierung von Javier Milei sind diese Errungenschaften akut bedroht: Das Ministerium für Frauen, Gender und Diversität wurde abgeschafft, der Zugang zu Abtreibungsmedikamenten massiv eingeschränkt und die öffentliche Gesundheitsversorgung drastisch gekürzt – besonders in konservativ regierten Provinzen.

In dieser online Veranstaltung berichtet Ruth Zurbriggen, Mitbegründerin des Netzwerks Socorristas en Red, über die aktuelle Lage in Argentinien. Das ehrenamtlich organisierte Netzwerk begleitet seit 2012 Frauen, Mädchen, trans* und nichtbinäre Personen bei sicheren medikamentösen Schwangerschaftsabbrüchen. Über 150.000 Begleitungen zeigen: Die Socorristas bleiben notwendig – gerade jetzt.

Im Zentrum der Veranstaltung stehen Fragen, die auch hier drängend sind: Welche Strategien entwickelt die feministische Bewegung gegen antifeministische Angriffe? Welche Netzwerke und Strukturen braucht es für einen solidarischen, widerständigen Feminismus – auch angesichts zunehmender Angriffe auf Abtreibungsrechte, körperliche Selbstbestimmung und FLINTA-Personen? Die Veranstaltung bietet Teilnehmer*innen die Möglichkeit Fragen zur aktuellen Situation in Argentinien zu stellen. Dadurch vollziehen wir einen Perspektivwechsel und können wichtige Erkenntnisse für unser Handeln hier vor Ort gewinnen. Denn die zunehmende Vernetzung rechter Bewegungen bedroht auch in Deutschland demokratische Werte und feministische Errungenschaften. Durch die Abschlussdiskussion möchten wir Impulse für solidarische Allianzen und gemeinsame Strategien gegen antifeministische Angriffe auf SDG 5 setzen.

Referentin:

Ruth Zurbriggen (sie/ihr) ist feministische Aktivistin, Pädagogin und Mitbegründerin der Kollektive La Revuelta und Socorristas en Red in Argentinien. Seit Jahrzehnten kämpft sie mit großer politischer Klarheit und solidarischer Praxis für das Recht auf selbstbestimmte Abtreibung und reproduktive Gerechtigkeit. Als starke Stimme der Bewegung verbindet sie Bildungsarbeit, praktische Begleitung und kollektiven Widerstand – immer mit dem Ziel, Räume für Selbstbestimmung und gesellschaftliche Veränderung zu schaffen.
Das Angebot ist kostenlos.

Unser Projekt „Bildung zu den SDGs gegen rechte Ideologien – Kämpfe und Strategien aus dem Globalen Süden“ wird gefördert von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW, dem Förderprogramm Entwicklungspolitische Bildung von Engagement Global mit Mitteln des BMZ sowie von Brot für die Welt mit Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes. Vielen Dank an alle, die unsere Bildungsarbeit möglich machen!

Digitale BNE-Werkstatt NRW

Diese Online-Veranstaltung ist Teil der Digitalen BNE-Werkstatt NRW.

Veranstaltende

F3_kollektiv

Kosten

Die Veranstaltung ist kostenlos.

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Zielgruppe der Veranstaltung

Die Veranstaltung richtet sich an Multiplikator*innen von BNE und an alle, die am Thema interessiert sind.

Diese SDGs werden unterstützt:

Offizielles SDG-Icon für SDG 03: Gesundheit und WohlergehenSDG 03: Gesundheit und Wohlergehen
Offizielles SDG-Icon für SDG 05: GeschlechtergleichheitSDG 05: Geschlechtergleichheit
Offizielles SDG-Icon für SDG 10: Weniger UngleichheitenSDG 10: Weniger Ungleichheiten
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