Zukunft auf dem Teller
Die Sicherung der Ernährung von fast 10 Milliarden Menschen in den kommenden Jahrzehnten ist sowohl für die globale Landwirtschaft als auch für das Klima und die Ökosysteme eine große Herausforderung, denn die Landwirtschaft verbraucht enorme Mengen an Süßwasser. Kunstdünger und Gülle belasten Ökosysteme weltweit. Auch der Verlust an Artenvielfalt wird durch die Rodung von Grünflächen und Waldgebieten zur Gewinnung von Ackerland beschleunigt. Zusätzlich gibt es ein gravierendes Ressourcenproblem: Fast ein Viertel der weltweit landwirtschaftlich genutzten Böden ist bereits geschädigt oder verwüstet. Die Begrenztheit von agrarwirtschaftlich nutzbaren Flächen, knapper werdende Ressourcen und die Auswirkungen des Klimawandels fordern immense Anpassungsmaßnahmen hin zu einer nachhaltigeren (Land-)Wirtschaft und Nahrungsmittelproduktion, um die planetaren Grenzen einzuhalten.
Gleichzeitig ist die Bereitschaft von Konsument:innen zu einer tiefgreifenden Änderung der Ernährungsgewohnheiten und die Akzeptanz von neuartigen Lebensmitteln wie Fleischersatzprodukten aus Algen, Insekten etc. noch sehr begrenzt. Es fehlen Kenntnisse über innovative Produktionsmethoden und "neue" Lebensmittel. Ängste, Ekelgefühle und Vorurteile erschweren zusätzlich einen offenen Umgang. Das Projekt sensibilisiert Jugendliche für die Hintergründe der Lebensmittelproduktion und Landwirtschaft und ihre Auswirkungen auf Klima, Umwelt und Ressourcenverbrauch. Gleichzeitig werden nachhaltige Bewirtschaftungsansätze in der Landwirtschaft sowie Alternativen in der Ernährungswirtschaft (u.a. Novel Food) vorgestellt, um Wissen zu und Akzeptanz gegenüber künftig notwendig werdenden veränderten Ernährungsgewohnheiten zu schaffen. Dabei werden den Schüler:innen Bewertungskriterien an die Hand gegeben, mit deren Hilfe sie beurteilen können, welche Produkte und Verfahren wirklich umweltfreundlich sind, welche Nachteile es gibt oder sich Dilemmata zeigen.
2015 haben die Vereinten Nationen 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung verabschiedet, darunter auch Ziel 12 "Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster", sowie 13 "Maßnahmen zum Klimaschutz". Alle, auch Jugendliche können zu diesen Weltzielen beitragen, z.B. indem über das Konsumverhalten recherchiert und alternative Wege betrachtet werden. Hierzu gehört auch die Beschäftigung mit den globalen Auswirkungen unseres Lebensmittelkonsums.
Zielgruppe des Angebots
Schüler*innen aller Schulformen ab Klasse 7Auszubildende
Studierende
Lehrkräfte
Familien
Diese Kompetenzen werden vermittelt
Schüler*innen lernen, wie mit verändertem Konsumverhalten dazu beigetragen werden kann, Städte und Siedlungen widerstandsfähig und nachhaltig zu machen. Jugendliche lernen, selbstverantwortlich Kommunikationswege und -mittel zu nutzen, um für eine nachhaltige Zukunft und Entwicklung in ihren Peer-Groups zu werben.Adresse
Augustinerstr. 7
50667 Köln

